17. August 2018 - 01:14:16
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Wanderfahne 1972

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Mullberger Klootschießer gewannen mit 203 m Vorsprung

Nur fünf Mannschaften nahmen am Feldkampf um die Wanderfahne des Kreises V teil

Wiesmoor/Friedeburg: 
Für gut informierte Freunde des Friesenpiels war es bestimmt keine große Überraschung, daß der Klootschießerverein Mullberg den gestrigen, am 26. Januar 1972, durchgeführten Feldkampf des Verbandes “Altes Amt Friedeburg” um die Wanderfahne gewann. Schließlich ist Mullberg der neue Verein von Europameister Martin Siefken. Allerdings verfügen die Mullberger noch über eine ganze Reihe guter Werfer. 
Für Mullberg warfen Martin Siefken, Gerhard Toben, Hinrich Caspers, Helmut Schmidt, Hermann Schmidt und Johann Schoon. Zusammen mit Bahnweiser Theo Quathamer, ihren 2. Vorsitzenden Gustav Gerdes (2. v. r.), dem Verbandsvorsitzenden Hermann Decker (ganz rechts) und der Wanderfahne ließen sie sich stolz fotografieren.


Insgesamt gesehen war der Feldkampf ein Klootschießerfest, wie man es sich besser nicht wünschen kann: Allgemein gute Leistungen bei herrlichem Wetter auf idealer Bahn. Etwas getrübt wurde der gute Gesamteindruck nur dadurch, daß lediglich fünf von 13 Vereinen eine Mannschaft zum Kampf stellen konnten. Das mag aber auch z. Teil daran gelegen haben, daß der Feldkampf mitten in der Woche stattfand, während viele Werfer ihrer täglichen Arbeit nachgehen mußten.

Man hatte diesen Wettkampf jedoch am Montag beschlossen, weil man sonst wegen des anstehenden Länderkampfes in Terminnot geraten wäre. So mußten gestern auch einige der angetretenen Vereine in Kauf nehmen, daß sie nicht mit ihrer stärksten Mannschaft erscheinen konnten.

Man sprach von erstklassigem Klootschießerwetter, als Verbandsvorsitzender Hermann Decker die Kämpfer am Rebhuhnweg begrüßte und die Bedingungen für den Feldkampf erläuterte. Neben den Werfern, Bahnweisern, Mattenträgern und Stocklegern hatten sich rund 100 Käkler und Mäkler eingefunden. Ein fahrbarer Verkaufsstand versorgte die Freunde des Friesenspiels nicht nur ständig mit leckeren Bratwürsten, sondern bei Bedarf auch mit einem wärmenden “Schluck aus der Pulle”.

Der Mannschaft aus Wiesederfehn als Titelverteidiger stand der erste Wurf zu. Schon 26mal hatten die Fehntjer die Wanderfahne in ihr Vereinslokal tragen können, nun wollten sie es zum 27. Male tun. Doch sie hatten die Rechnung ohne den Wirt - in diesem Fall ohne Collrunge und Mullberg - gemacht. Bei diesen beiden Vereinen machte sich der Trainingsfleiß der letzten Wochen deutlich bemerkbar, denn sämtliche Werfer waren in ihren Leistungen hervorragend.

Allgemein mußte man die guten Wurfleistungen bewundern. Im Schnitt wurden regelmäßig runde 100 m geworfen, etliche kamen sogar noch weiter. Erstaunlich war ferner, wie technisch ausgefeilt viele Klootschießer warfen und durch einen flachen Wurf den hartgefrorenen Boden zu einem langen Trüll nutzten.

Zum ersten Male seit seiner Rückkehr nach Ostfriesland warf Europameister Martin Siefken für seinen neuen Verein Mullberg in einem Feldkampf. Siefken, der als Leiter der Spar- und Darlehnskasse in Wiesmoor arbeitet und z. Zt. in Mullberg baut, enttäuschte auch diesmal seine zahlreichen Freunde und Bewunderer nicht. Er erreichte in den vier Durchgängen Weiten von 119 m, 169 m, 153 m und 175 m mit Flüchtweiten bis zu 88 m bei flachen Würfen.

Bild links: Förmlich in der Luft “explodiert” bei seinen Würfen Europameister Martin Siefken. Seine Wurfkraft wurde wieder ausgibig bewundert. Hier hat er gerade seinen 175-m-Wurf “abgeschickt”.

In der Gastwirtschaft Meyer in Wiesederfehn gab Hermann Decker schließlich am späten Nachmittag das endgültige Ergebnis bekannt. Mullberg siegte mit 203 m Vorsprung vor Collrunge. Weitere 46 m zurück landetet Titelverteidiger Wiesederfehn, diesmal auf dem dritten Platz, 207 m weiter zurück folgte Etzel und nach weiteren 162 m schließlich Reepsholt.

Für die stolze Mannschaft der Mullberger, die zum ersten Male die Wanderfahne erringen konnte, nahm 2. Vorsitzender Gustav Gerdes die begehrte Trophäe entgegen. Der Mannschaft aus Collrunge muß man bescheinigen, daß sie durch eine gute und solide Leistung vor allen Dingen in der 2. Hälfte den Mullbergern schwer zu schaffen machten. Erst der letzte Wurf von Martin Siefken über 175 m entschied auch die Rückrunde zugunsten der Mullberger.

Wiesederfehn kam trotz verbissenen Kampfes diesmal nicht über den dritten Platz hinaus, zumal die Mannschaft sich diesmal mit erheblich verbesserten Widersachern auseinanderzusetzen hatte. Etzel und Reepholt kämpften tapfer bis zum Ende mit.

Zum Abschluß sei noch darauf hingewiesen, daß viele Werfer sich be

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