16. Dezember 2018 - 01:46:10
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Wanderfahne 1983

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Nach 33 Jahren: Die Friedeburger Wanderfahne ging wieder nach Etzel

Traditioneller Klootschießer-Feldkampf im ältesten Kreis des FKV

Die Europameister kommen zwar mittlerweile aus anderen Kreisen, doch der Kreisverband V -Friedeburg - ist nach wie vor eine Domäne des Klootschießens. Denn wie bereits 1905 warfen auch gestern wieder die Vereine um die Wanderfahne des Kreisverbandes. Nach 33 Jahren blieb die Standarte erstmals wieder in Etzel, gestern Ausrichter des Feldkampfes, für den man sich keine besseren Bedingungen, dafür jedoch einige Käkler und Mäkler hätte mehr erhoffen können.

Feldobmann Heinrich Heyen hatte hervorragend gearbeitet und ein optimales Gelände ausgesucht. Allerdings schien er selbst nicht ganz glücklich über den gewählten gestrigen Termin, da nur drei Mannschaften an den Start gingen. Doch Heyen hatte sich, nachdem das bereits geplante Werfen am Sonntag hatte ausfallen müssen, wie er selbst sagte, belehren   lassen  müssen,  daß „Klootskeeten word, wenn't früst" und man dabei keine Rücksicht auf einen Sonnabend oder Sonntag zu nehmen habe

 

Auch Kreisverbandsvorsitzender Ricklef Carls zeigte sich bei der Begrüßung und der Siegerehrung nicht gerade beglückt über die geringe Beteiligung, doch zollte er den Anwesenden dafür um so größeren Lob. Sie zeigten, daß man auch an einem Arbeitstag Klootschießen könne, meinte Carls.

Dass es auch sehr treue Anhänger des Klootschießens um die Wanderfahne im ältesten Klootschießerkreis des Friesischen Klootschießerverbandes gibt, bewies Hinny Harms, der in Oldenburg wohnt, aber beim Wanderfahnenwerfen jedes Jahr dabei ist.

Erklärter Favorit beim gestrigen Werfen nahe der Horster Matten war die Mannschaft des Gastgebers Etzel, da der oftmalige Gewinner Mullberg nicht am Start war, was von den Anwesenden um so mehr bedauert wurde. So führten die Etzeler, die 1950 zuletzt gewonnen hatten, auch schon nach dem ersten von insgesamt vier Durchgängen bei sechs Werfern pro Mannschaft - allerdings nur mit einem Meter. Gewertet wurde bei diesem Feldkampf übrigens nicht nach Schoet, sondern es wurde die reine erzielte Weite (mit Trüll) gemessen.

Solange der routinierte Hauptwerfer Gerd Tammen für Wiesedermeer übers Brett ging, schien seine Mannschaft den zweiten Platz halten zu können. Die nachfolgenden Collrunger Werfer nahmen den Wiesedermeerern allerdings dann wieder Meter um Meter ab. So entspann sich um Platz zwei ein harter Zweikampf, der praktisch erst mit dem letzten Wurf zugunsten der Collrunger entschieden wurde.

Nicht nur die Mannschaftswertung wurde von Etzel mit deutlichem Vorsprung gewonnen, auch in der inoffiziellen Einzelwertung lag ein Etzeler vome: Detlef Gerjets, der am letzten Sonnabend beim „verunglückten" Feldkampf gegen Oldenburg noch in der ostfriesischen Juniorenmannschaft gestanden hatte, mit 471,50 m. Er verwies Gerd Tammen (456 m), im letzten Jahr noch in der ostfriesischen Hauptmannschaft nominiert, auf Platz zwei. Rang drei belegte der Oldenburger aus Etzel, Hinny Harms. Mit 432 m kam auch er noch deutlich über die 400-m-Grenze, die als Vierter noch Herbert Heyen mit genau 400 m erreichte, allerdings gleich zweimal über einen Graben gemußt hatte.

Zur abschließenden Siegerehrung trafen sich alle Aktiven bei Adele Specht. Hinzu gesellten sich der Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes, Hermann Decker, und  Ortsvorsteher Heinz Janssen.

Die Ergebnisse:
Mannschaftswertung:
1. Etzel                       2265 m
2. Collrunge                 1955 m
3. Wiesedermeer          1936 m
 

 Einzelwertung:
l. Detlef Gerjets, Etzel, 471,70 (weitester Wurf 122 m); 2. Gerd Tammen, Wiesedermeer, 456 m (125 m); 3. Hinny Harms, Etzel, 431 m (l 17 m); 4. Herbert Heyen, Etzel, 400 m (110m).

Für die Siegermannschaft warfen: Detlef Gerjets, Hinny Harms, Herbert Heyen, Herbert Tietken, Ricklef Strömer, Ri. chard Eckhoff und Heinrich Frerichs.


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